Letter #5549
Gdańsk City Council to Ioannes DANTISCUSGdańsk (Danzig), 1537-12-15
| received 1537-12-25 Manuscript sources:
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Dem Hochwirdigen in Gott Hern, / hern Ioanni von Gots gnaden / des bischthuembs Culm bisschove, / administratori czu Pomesan / und des loblich(e)n stichts Ermelant postulierten bisschove etc., unserm gnedig(en) hern
Hochwirdiger in Got Gnediger Herre.
Unszer bereitwillige und unvordrosszene dienste / seint E(wer) G(nade)n stecz bevoran entpholen.
Gnediger Herre.
Wyr haben E(wer) G(nade)n schreiben / in szachen des muncz schlaens neben derszelbig(en) gutmeinigen bedencken / und sunst angeczeigt(en) beswer / kurcz vor schmer tage an uns in genaden ergang(en) / dienstlich eingenommen und noch deme wyr derszelbig(en) unszer andtwort myt dem schriften czuczufertigen angeczeigt. Szo fuegen wyr E(wer) G(nade)n dienstlich(er) wolmehnunge czur andtwort / wisszen, das wyr des andtworts, / so ko(nigliche)r ma(iesta)t, unszerm allergnedigsten hern, von landen und stetten aus jungster tagefart Michaelis czu Graudencz gegeben nicht in abreden szein als das uns noch frisch vor ougen stehet.
Wyr szeint aber widder um(m)b alles czweifels anig(?) das E(wer) G(nade)n und den andern hern / rethen / och in guttem gedechtnisz szey enthalten, / das unser geschickten / kegen und czu widder dasselbige andtwort ko(nigliche)r ma(iesta)t, unszeren allergnedigst(en) hern, gegeben / vormyttelst genugszamer bedingunge vormoge und inhalt der recesse sych von wegen dieszer stadt vorwaret haben. / Welchs nicht alleine czu Graudencz, / bsunder och czu Thorn auf Stanislai / dieszes lauffenden jores / vormyttelst dieszen worten, / so hirein geschlosszen durch unszer geschickten gescheen.
Whomyt wyr achten die / so aus dem adel sich der ausrichtung unszers stempels besweren wol czubeleiten szein, / das sie sich des weiter myt billickeit nicht czubeclagen hetten. / Welchs / auf das E(wer) G(nad)e bey denen / so weiter an E(wer) G(nade)n gelangen muchten / vormyttelst abgemelt(en) unszern bedingungen czu superinscribed⌈czuczu superinscribed⌉ beleiten geruchen wolle / thun wyr E(wer) G(nad)e gancz dienstlich(e)n fleiszes bitten, den wiewol an uns durch mehr andere gelanget, / das die ehaft sulchs munczens nicht vorhanden szey / angeszeh(e)n, / das derszelbigen aufm lande genug czuszeinde vormerckt wirt. / Welchs wyr alles wol gescheen losszen kan ouch wol szein, / das bey denen / so teglich whar in die stadt fueren / und keine andere / als gemeine muncze haben wellen / derszelbigen nicht mangeln thun. / Szulchs thut unszer nodt / als den es durch teglichen abfur mangelt / nicht stoppen, / wie solchs bey uns am tage un(d) beweiszlich. /
Whorum(m)b wyr dienstlich bitten E(wer) G(nad)e unszer nodt und obligen der gestalt in dieszem fal czu beherczig(en) welle geruchen / als E(wer) G(nad)e wil / wyr derszelbtig(en) un(d) ihrer im gleichmessigen fellen thun solten und / die / so sich unsers aufgericht(en) stempels weiter besweren teten aus oberczelten grunden der gestalt beleiten. / Domyt sich dieszelbigen ein solchs enthielten / angeszeh(e)n, / das durch dys alleine der unvorbeigenglich(e)n nodt vorczukommen / nochgeszeczt wirt.
Was aber die jochmistaler belanget / szeint wyr nicht in abreden, / das wyr derselbtigen / un(d) sunderlich(e)n der swedissch(e)n von den / ein eczliche beysorge und rede bey uns erwux(?) / als solten sie nicht ihr korn halten / czu undersuch(e)n haben aufczih(e)n losszen. / Durch welche diesze ursach gefolget, / das wyr alle andere, / so vile der stempel der andt der taler szein / haben nicht ane ursach undersucht / und czu keiner andern mehnunge als gemeinen schaden czubehutten / und nicht, / das wyr unser muncz officine / myt denszelbigen vorszeh(e)n wolten aufgericht haben, den wyr sunst reichlich myt selber vorszeh(e)n szein, / welchs E(wer) G(nad)e och durch die iren bey uns / so es derszelbig(en) E(wer) G(nade)n gefelt / moge undersuchen losszenn.
Was aber die wirde des talers / goldes un(d) dergleich(e)n um(m)bestant belanget achten wyr von unnotig / myt E(wer) G(nade)n vormittelst dieszem uns weiter in disputacion einczulosszen / und haben solchs E(wer) G(nade)n (die wyr Gote dem almechtig(en) in langweriger gesuntheit myt fleisz entphelen) inn andtwort myt dienstlichen gafallan nicht berg(en) mogen.
Dat(um) Danczick, XV Decembris anno etc. XXXVII.
Ewer G(nade)n bereitwillige und unvordosszene burger text damaged⌈[urger]urger text damaged⌉ meister text damaged⌈[r]r text damaged⌉ unnd radtmanne der stadt Danczick hidden by folding⌈[der stadt Danczick]der stadt Danczick hidden by folding⌉
Postscript:
Wyr furgenn Ewer Hochwirdigstenn Gnaden auch hieneb(e)n dienstlichen czuwissenn, das wir in diesenn kurczen tagenn myt den brewgernn unszer stadt der axisu(m) halb(e)n handel gehabt / und hab(e)n befunden, das sie sich fast besweret / des hopffenn / dehr hie heer gefurt dan es wirt vormerckt, das durch Ewer Hochwirdigst(en) G(naden) underthane / ausz den stettenn / und villeicht auch ausz den dorffern der hoppe vormischt und der newge myt dem alten vormenget und also der eyne mytedem andern vortorbenn.
Dorausz denne folget, das das bier so vom selbig(en) hoppen gebraw(e)n czu seyner krafft [...] paper damaged⌈[...][...] paper damaged⌉ und estimation nicht kom(m)en / sun[...] paper damaged⌈[...][...] paper damaged⌉ kellern czu ihrenn swer(e)n kosten [...] paper damaged⌈[...][...] paper damaged⌉ wirt czu unnutze gemacht und [...] paper damaged⌈[...][...] paper damaged⌉ aber solcher vorfencklicher betrugk abge[...] paper damaged⌈[...][...] paper damaged⌉ vorbleyb(e)n moge. / Bitten wir dyenstlich(e)n E(wer) H(ochwirdigsten) G(naden) wolle bey den ihrenn des stichts czu Heilsberck in gnad(en) dovor szeynn, / das solche vormengung vorbleyb(e)n und eyn ider hoppe / noch seyner wird(en) vorkofft / und nicht also vormenget werd(en) moge das vordienen wir / um(m)be E(wer) H(ochwirdigsten) G(naden) myt gancz(e)n fleisz gerne etc.
AAWO, AB, D.94, f. 164vr