Zuvor(an) kan ich wol abneme(n), das E(wer) L(ieb) ungeporgen, das der wirdig und hochgelert doctor ⌊Martinus Luter⌋ in de(m) her(n) seliglich entschlaffen. Domit aber E(wer) L(ieb) gleichwol als der vor wol mer erfaren, das man seine achpare W(ird) dot gesaget und doch fel gewesen ist, nicht abermols des zubesorgen und auch anzweifel, dy selb aus cristlicher liebe, dy wir alle so criste(n) pillich zusame(n) tragen, begirich zuwissen, wy er abgeschiden, und das auch E(wer) L(ieb) der unwarheit sofyl weniger sich zubesorgen. Hat der ewige gutige Got aus sunder(n) gnade(n) und gotlicher vorsehenheit den erliche(n), glaubige(n) criste(n)man auch sunder eusserliche(m) testimonio filer erlicher und dapferer leut, beides von gelerte(n), auch graffen, und ander(n), von hie nit wollen aus disem elend abscheide(n) lassen.
Domit aber E(wer) L(ieb) auch solchs testimonii mitgedeilet werde, schicke ich E(wer) L(ieb) alle schriften, wy sy mir wahrhaftig zugeschickt, auch ⌊⌋, dy der achpar und hochgelart ⌊Pfilippus Melancto(n)⌋ gedan, do ich nit zweifel, das E(wer) L(ieb) als ein cristlicher p(rae)lat, ime dy gnade(n) Gottes, unsser(m) cristliche(n) mitpruder, ia auch aposteln verlyhen, zuerfrewe(n) und der gute(n) leut testimonium gefallen werde(n) lassen, Got fur seine gnaden dancken, newen und mit uns auch bitten, das wir alle seliglich und {und} im waren ms. r(!)
⌈nn ms. r(!)
⌉ rechter, er und seiner bekantnus auch, seliglich von hie abschyde(n) moge(n).
Amen.
AAWO, AB, D.97, f. 92v
Hir newe(n) ist auch gewis war, wo etzliche gute und vertraute freund sein, dy einander lieben, das einer de(n) ander(n) sein anligen swerlich unentdekt lassen kann.
Weil ich mich der er und allewigen fyl freuntlichs willens zu E(uer) L(ieb) versehen und des, aus dem das E(uer) L(ieb) ganczen haus zu Prande(n)burgk mit sunder freuntschaft gewoge(n), sunderlich auch meine(n) freuntliche(n) liebe(n) gar kranken bruder(n) ⌊marggraff Hans Albrecht⌋, der erczpischo<v>liche(n) kirche(n) zu ⌊Magdepurgk⌋ etc. pischove(n) etc., auch mer solche fylfeltig erzeiget, hab ich nit umbgehen konne(n) noch wollen E(uer) L(ieb) freuntlich und in geheimb zufermelde(n), das ich in allerley erfarung kumb, das sich meine hidden by binding⌈[e]e hidden by binding⌉ g(nedige) herschaft und lobliche ⌊Cron⌋ auch wider vertregen hidden by binding⌈[en]en hidden by binding⌉, brieff und sigel mir meine(n) lande(n) und leute(n) unssere hidden by binding⌈[e]e hidden by binding⌉ freiheit und briffilegye(n) mit verbot und andern zu attentire(n) anlassen sollen, dar aus wo dem also kunt ich nit abneme(n), ab ma(n) mich mein land und leut hidden by binding⌈[t]t hidden by binding⌉ auch ein glid der Kron hilte gnad aber ungnad freuntschaft aber einigen gute(n) willens zufersehen aber zugetan hidden by binding⌈[an]an hidden by binding⌉ stem ban in ubung den grunt der warheit zuerfaren hidden by binding⌈[en]en hidden by binding⌉, wie es auch dy lenge nit heimlich pleibe(n) kan den ma(n) mir meine gesworne und vereidete, diner mit mey[...] hidden by binding⌈[...][...] hidden by binding⌉ [...] hidden by binding⌈[...][...] hidden by binding⌉ne(n) haben und guter(n), dy auch umb mein gelt gekan hidden by binding⌈[n]n hidden by binding⌉ [...] hidden by binding⌈[...][...] hidden by binding⌉ aushalten sol und sunst allerley verbot ausgehen lassen. / Warumb mir auch nach fyl beswerlicher, das mein widerseher der arde(n) sich zufrewe(n) meiner zuspotten zuvor aber der löbliche(n) ⌊Kron⌋ wy den ier gepr[...] hidden by binding⌈[...][...] hidden by binding⌉ auch zumessen und auflege(n) solte(n), als das sy nur key[...] hidden by binding⌈[...][...] hidden by binding⌉ vertreg gehalte(n) und das ma(n) dis an mir we(n) der Cron hidden by binding⌈[n]n hidden by binding⌉ glid auch sehe.
Bitte hirumb E(uer) L(ieb) gancz freuntlichen hidden by binding⌈[en]en hidden by binding⌉
AAWO, AB, D.97, f. 93r wo dy selb der gleiche(n) etwas wissens, bitte E(uer) L(ieb) wollen mir sofyl ir zimlich newe(n) ire(n) freuntliche(n) rat solches mitdeylen und weil ich weis, das wir erste(n) vervolgung leide(n) mussen mir freuntlich das creucz mittrage(n) helffen, dar nente(n)(?) das ire dar bey dem als auch ein glid des reichs darmit durch ire(n) getrewe(n) rat dahin gevordert werde, das ein ieder bey seine(n) recht, freiheit und brivilegie(n) pleibe und erhalten werde.
Befele mich hymit mit E(uer) L(ieb) dyselb und uns alle gotlicher gnade(n). So entbite(n) mein liebste ⌊gemahel⌋ und ⌊dochter⌋ E(uer) L(ieb) ire(n) freuntliche(n) grus, wunsch E(uer) L(ieb) Gottes gnad und alle selige wolfart befele(n) sich auch ire(n) getrewe(n) freund und peichtvatter etc. etc.