Wir seint zcweÿfels freÿ
APG, 300, 27, 15, f. 364v es werde E(wer) G(nad)e in frisschem gedencken enthalt(en) haben, was unvorhoffte difficultet uns allen als ⌊ko(nigliche)n disser lande Prewsenn rethen⌋ vonn wegenn der bewusten zceÿse abelegung (durch wes getrib lossen wir in seÿnem wege) in vorgangenen thagen heÿmgefallen / unnd also was fleysz unnd erbet dieselbige E(wer) G(nad)e und in besunder der hochwirdige in Gott herr, herr ⌊Tydemannus bisschoff zcu Culmen⌋, als der gebetene herre vormittelst iren schrift(en) neben andern ko(nigliche)n rethen / und uns beÿ der ⌊ko(nigliche)n ma(ieste)tt⌋ unserm allergnedigstenn herrnn domit es beÿ dem gemeinen der herrn rethe bedenckenn und slusse ausz beweglichen ursachenn furgenommen bleÿben muchte angewandt habenn in starckem vorhoffenn. / Es solte sulchs vonn irer ⌊konig(liche)n ma(ieste)tt⌋ vormoge eÿnes etzlichen gnedidgenn und trostlichen schreÿbenns. /
Derweg(en) an Ewer Genade als das ⌊ire ma(ieste)tt⌋ die deposition zcu ⌊Thorun⌋ etc. woll gescheen lossen kunde erhalten seyn wurdenn. Was andtwurtt aber am heiligenn Ostertage wÿdderumbe an uns derwegenn unvorhofft ergangenn wirt E(wer) G(nad)e ausz eÿngelegter desselbigenn ko(nigliche)n rescripts abschrifft haben zcuerfurd(en). Welchs wir E(wer) G(nade)n (der die sach sampt andernn ⌊ko(nigliche)n rathenn⌋ gemeÿnn) mitherczuteÿlen nicht habenn underlossen konnenn und hetten unns werlich aller gelegent noch nicht versehenn (das in der sachen solchs strackes unnd hartes wir schweig(en) geschwÿndes) andtwurtt hette ergehen sollen wir achten aber das solchs villeichte mer der
APG, 300, 27, 15, f. 365r newen kurtzlich angekommenen und also nicht fast geubeten canczeley, / dan der ⌊ko(igliche)n ma(ieste)tt⌋ (der lÿndes und gnediges gemutte unns allen immers kundigk) zcu zcuschreÿben sey. / Aber wie deme allenn so konnen wir vor unser person nicht erfind(en), / das men der last entbindet ader der sachen noch zcur zceit auff den genndt der ⌊konig(liche)n rethe⌋ bedenckenns gehilfen sey. /
Hirum(m)be were unser gutte meÿnunge das in anmerkung des hartenn andtwurtts (welch ane zcweÿfell) an ⌊die andern herrn radte⌋ auff ire schriffte zcu nicht ungleicher ernster in awsz unsers erachtenns ergangen seÿnn werde, / nicht alleine wir als die stedte, / bsunder ouch E(wer) G(nade) dergleichenn der erwirdige in Gott herr ⌊Tidemannus bischoff zcu Culmen⌋ / unnd andere ko(niglich)e rethe an die ⌊ko(niglich)e ma(ieste)tt⌋ auffs furderlichste als das immers moglich wydderum(m)be schreiben und sich also samptlicher undertheniger und eintrechtiget instendigkeit, / um(m)be eÿnen gnedidgen der sachenn an stanndt, / bisz in denn negstenn ⌊landtagk⌋ (der doch hart vor der thuer) zcuerhalt(en) beÿ derselbig(en) irer konig(liche)n ma(ieste)tt beerbeitenn theten. / Szo als wie das auch vonn wegen ⌊unser stadt⌋ lawts eingelegten begrÿffes dennoch auff E(wer) G(nad)e vorbesserung und guttenn radt zcuthuende bedocht seint. /
Domit men als denne vormittelst gemeÿnem reÿfein radtslage disen obligenn eyne maesz(?) ergent(?) treffen unnd furdenn. Ouch ⌊ko(nigliche)r retehe⌋ wie ouch derselbig(en) decretenn estimationn / und authoritet, / dennoch erhalt(en) und kleinickeit vormÿden werdenn muchte. / Welchs alles wir E(wer) G(nade)n als eÿn gemeÿn obligen nicht habenn wissenn zcubergen, / dieselbige dinstliches fleises bittende
APG, 300, 27, 15, f. 365v unns ires reÿfenn radts hirauff weÿther theylhafftigk zcu machen geruchen welle. /
Dasselbige um(m)be E(wer) G(nad)e herwidderumbe zcuvordienenn, / wollen wir stets unvordrossenn befundenn werdenn mith der hulfe Gottis, dem wir E(wer) G(nade) lange gesundt unnd seliglich befhelenn.
APG, 300, 27, 15, f. 363v
Scheda litteris inclusa ⌊episcopo Warmiensi⌋
Auch, Gnediger Herre, wer hienebenn an E(wer) E(rszamkeit)(!) instead of G(naden)⌈E(rszamkeit)(!)E(rszamkeit)(!) instead of G(naden)⌉ unser dienstlich bitt dieweyl mit so hartem unnd ernsten schrift(en) fast auff die weÿse wie men villeicht in der ⌊Cronn⌋ /an diese unnd jenne stadte ader och sust zcu schreiben pflecht fast kegen die gewonheit
APG, 300, 27, 15, f. 364r angesucht werd(en) / wie E(wer) G(nade) ausz dem eÿngeschlossenen ko(nigliche)n mandats exemplar zcu befundenn. / Derwegenn wÿr als immers ⌊ko(nigliche)r radte⌋ und die solch ernnstes nicht gewonnt / unns auch solchs vorhin nicht gebot(en) nicht wenigk beschweer zcu unsern gemutten sullen unnd dieweyle solchs villeichte der newen canczleÿ (als die des gebrauches und stile nicht alle geubet ader erfarenn seÿ moge) mehr dan irer ⌊ko(nigliche)n ma(ieste)tt⌋ zcu zcuschreÿbenn sey. / Szo ist dennoch an E(wer) G(nad)e unser dienstlich bitt wolle des thuens und schreibenns obgedocht in iren schrifften, / die sie an den bewuste newenn herrenn undercanczeler als her ⌊Samuell Maczeewszkÿ⌋ ergehen lossen werde etzlicher mase beschwerlich unns zcum besten antzutzeÿgende nicht underlossenn. /
Es ist auch an E(wer) G(nad)e unser dienstlich bogeer das im fall do der wolgeborne herr ⌊Achati(us) Czema⌋, danczker castellan, in seÿnem zcege so seine h(errlichkei)t an ⌊furst(lich)e durch(lauch)t⌋ in ⌊Prewsen⌋ (wie berichtet) furhabe ann E(wer) G(nad)e gelangen wurde wolle als denne geruchen solchs alles wes in dissen unnd jennen unsenn jegenwerdigen schrifften enthalt(en), / derselbtigen seiner h(errlichkei)t mitteczuteÿlenn. / Im fall aber da genanter herr ⌊castellann⌋ sich an E(wer) G(nad)e nicht begeben wurdt were dennoch unser fleisigk bitt. / Es wolle E(wer) G(nad)e alle disser dinge und schriffte an dieselbige ⌊seine h(errlichkei)t⌋ zcustellenn umbeschweret sein.
Dat(um) ut in litteris.