» CORPUS of Ioannes Dantiscus' Texts & Correspondence
Copyright © Laboratory for Source Editing and Digital Humanities AL UW

All Rights Reserved. No part of this publication may be reproduced or transmitted in any form or by any means, electronic or mechanical, including photocopy, recording or any other information storage and retrieval system, without prior permission in writing from the publisher.

Letter #4258

Gdańsk City Council to Ioannes DANTISCUS
Gdańsk (Danzig), 1535-01-08
            received 1535-01-13

Manuscript sources:
1fair copy in German, in secretary's hand, AAWO, AB, D. 92, f. 8
2office copy in German, APG, 300, 27, 13, f. 336r-v

Auxiliary sources:
1register in Polish, 20th-century, B. PAU-PAN, 8248 (TK 10), f. 12
2register in Polish, 20th-century, B. PAU-PAN, 8248 (TK 10), f. 22

 

Text & apparatus & commentary Plain text Text & commentary Text & apparatus

 

Dem Hochwirdigsten in Goth Hernn, hern Ioanni / von Gotes genaden / bisschof zcu Culmen / und der bisththumbs zcu Pomezan administrator etc., unserm genedigen hern

Hochwirdigster in Goth / Genediger Herre.

Unser boreitwillige unde unvordrossene dinste seint Ewer Gnaden allewege zcuvorn entpholen.

Genediger Herre. /

Es ist aws schalbarm geruchte / genugsam am tage, / das ethwan der grosmechtige her Stenczel Kostzieletzky / auf Marienburg (dweil er im leben) hewptman, / den Goth selige / von diser welt gescheden / und desselbigen fals / die gedochte hewptmanschaft / erlediget / und also uns allen alhier im lande / gesessen / nicht eyn unnutcze ader schelechte bedencken. / Derwegen vorgefallen sey, / wie / und weme / sulch ampt vorligen werden muchte, / domit zcwuschen demselben / und Ewer Gnaden auch andern hern diser lande Prewsen rethen libe / fruntschaft / gutte furderunge / und nockberschaft uns allen / und dem gemeynen lande / zum besten / vorhalten werden muchte, / das wir vor unser person / zo vil deste mehr hoffen und zcu ergehende / uns vormutten welden, / zo das gemelte ampth / auf eynen eyntzugeling / dises landes / gebrocht werden kunde. / Welcher halben wir in sorgfeltiger betrachtunge stehen, / wie uns allen / und dem gemeynen lande hierinne gerathen und gedienet werden muchte. /

Nuh ist Ewer Gnaden die geschicklickeit / des hern Dantzker castellans unvorborgen / der nicht alleine / zu sulchem ampte / unsers achtens, / tuchtig besunder auch dem lande / und uns allen in derselbigen stelle in vilen dingen / nutzlich und furderlich sein kunde. / Who nuh Ewer G[naden] ire meÿnunge hiertzu wenden kunden / und ichts / in dem fall bey der [Kon]iglichen Maiestet / neben andern hern und frunden / der sachen zcum b[e]sten / dor... das gedochte ampth / vor denselbigen gutten hern obgemelt erbetten und erhalten werden muchte / zcu thunde / gesynnet were. / Wolten wir / zo vil uns / disem thuent / gerne beyfellig und furderlich seyn / und wie wol das villeichte Ewer Gnaden / zo wol als uns / etzliche jegenfellige bedencken / die dieser unser gutten andacht / etzlicher maes / abtreglich / zcufallen mogen, szo achten wir dennoch solch anregen / nicht unnutcze und yo zo gaer eiteler hoffenunge / nicht were / zcu mole, / zo es durch mehr dieser lande stender / und eintrechtiger furderunngen (die dan frucht brengen kan) vortgestalt wurde. /

Welche unser gutte andacht / uns dohin bewogen, / das wir uns / dises unsers an Ewer Gnaden schreibens / nicht haben meszigen konnen / in gantzer und trostlicher hoffenunge / wir werden. Derwegen bey Ewer Gnaden nicht anders / dan im besten / vormerckt werden / unde waszer meynunge Ewer Gnade hierinne sein moge. / Bitten wir des hirauff ein genedig vorhoft andtwortt / und thun hiermit dieselbige Ewer Gnade Gothe dem almechtigen langen gesunt / mit fleis bevehlen. /

Gegeben Dantczigk, am VIII-ten Ianuarii anno etc. XXXV-ten.

Ewer Unsern Genaden dinstwillige burgermeister und radthman der stadt Dantczigk