Letter #4258
Gdańsk City Council to Ioannes DANTISCUSGdańsk (Danzig), 1535-01-08
| received 1535-01-13 Manuscript sources:
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Dem Hochwirdigsten in Goth Hernn, hern Ioanni / von Gotes genaden / bisschof zcu Culmen / und der bisththumbs zcu Pomezan administrator etc., unserm genedigen hern
Hochwirdigster in Goth / Genediger Herre.
Unser boreitwillige unde unvordrossene dinste seint Ewer Gnaden allewege zcuvorn entpholen.
Genediger Herre. /
Es ist aws schalbarm geruchte / genugsam am tage, / das ethwan der grosmechtige her Stenczel Kostzieletzky / auf Marienburg (dweil er im leben) hewptman, / den Goth selige / von diser welt gescheden / und desselbigen fals / die gedochte hewptmanschaft / erlediget / und also uns allen alhier im lande / gesessen / nicht eyn unnutcze ader schelechte bedencken. / Derwegen vorgefallen sey, / wie / und weme / sulch ampt vorligen werden muchte, / domit zcwuschen demselben / und Ewer Gnaden auch andern hern diser lande Prewsen rethen libe / fruntschaft / gutte furderunge / und nockberschaft uns allen / und dem gemeynen lande / zum besten / vorhalten werden muchte, / das wir vor unser person / zo vil deste mehr hoffen und zcu ergehende / uns vormutten welden, / zo das gemelte ampth / auf eynen eyntzugeling / dises landes / gebrocht werden kunde. / Welcher halben wir in sorgfeltiger betrachtunge stehen, / wie uns allen / und dem gemeynen lande hierinne gerathen und gedienet werden muchte. /
Nuh ist Ewer Gnaden die geschicklickeit / des hern Dantzker castellans unvorborgen / der nicht alleine / zu sulchem ampte / unsers achtens, / tuchtig besunder auch dem lande / und uns allen in derselbigen stelle in vilen dingen / nutzlich und furderlich sein kunde. / Who nuh Ewer G[naden] ire meÿnunge hiertzu wenden kunden / und ichts / in dem fall bey der [Kon]iglichen Maiestet / neben andern hern und frunden / der sachen zcum b[e]sten / dor... das gedochte ampth / vor denselbigen gutten hern obgemelt erbetten und erhalten werden muchte / zcu thunde / gesynnet were. / Wolten wir / zo vil uns / disem thuent / gerne beyfellig und furderlich seyn / und wie wol das villeichte Ewer Gnaden / zo wol als uns / etzliche jegenfellige bedencken / die dieser unser gutten andacht / etzlicher maes / abtreglich / zcufallen mogen, szo achten wir dennoch solch anregen / nicht unnutcze und yo zo gaer eiteler hoffenunge / nicht were / zcu mole, / zo es durch mehr dieser lande stender / und eintrechtiger furderunngen (die dan frucht brengen kan) vortgestalt wurde. /
Welche unser gutte andacht / uns dohin bewogen, / das wir uns / dises unsers an Ewer Gnaden schreibens / nicht haben meszigen konnen / in gantzer und trostlicher hoffenunge / wir werden. Derwegen bey Ewer Gnaden nicht anders / dan im besten / vormerckt werden / unde waszer meynunge Ewer Gnade hierinne sein moge. / Bitten wir des hirauff ein genedig vorhoft andtwortt / und thun hiermit dieselbige Ewer Gnade Gothe dem almechtigen langen gesunt / mit fleis bevehlen. /
Gegeben Dantczigk, am VIII-ten Ianuarii anno etc. XXXV-ten.
Ewer Unsern Genaden dinstwillige burgermeister und radthman der stadt Dantczigk