Letter #5921
Gdańsk City Council to Ioannes DANTISCUSGdańsk (Danzig), 1538-03-29
Manuscript sources:
| ||||||
Text & apparatus & commentary Plain text Text & commentary Text & apparatus
Dem Hochwirdigsten in Gott Furst(en) un(d) Hern, / hern Ioanni von Gots gnaden des bischthumbs Colmen bisschove, administratori czu Pomeszan / und des loblichen stichts Ermelant postulierten bisschove etc, unszerm gnedigenn hernn
Hochwirdiger in Goth Furste, / Gnediger Herre. /
Unszer willige und behegliche dienste / szeint E(wer) G(nade)n stecz czuvornn. /
Gnediger Herre. /
Was uns E(wer) G(nade) / auf unszer bothschaft / so der achtbare und hochgelaerter her Ioannes Treszler doctor etc. ire dieszen tagen bey E(wer) G(nade)n in unszerm nhamen geworbenn czur andtwort gegeben, / haben wyr aus demszelbigen / in szeiner widderkunft czu gutter notturft eyngenommen / und dorausz vormerckt, / wie sich E(wer) G(nad)e von wegen ihrer underthane / der czeisze halben, / so wyr in unszer stadt / auf der grunt unszer freiheit und privilegien / guthmeinick und nothwendick aufgerichtet / besweret. / Als sulte solchs / der lande Preusszen gemeiner libertet / nicht fast gemehsz kommen / und hierum(m)b es E(wer) G(nade)n und ihren ehde / nicht wol czudulden szeyn wolte etc.
Aber dennoch wolte E(wer) G(nad)e solchs in eynen aufschub und anstant / bisz an den kunftigen lanttack Stanislai / gedeyen losszenn / als denne weitere notturft derweg(en) czubereden, / des wyr unns denne jegen E(wer) G(nad)e dyenstlich bedanck(en) / in trostlich(er) hoffnung / es werde sich E(wer) G(nad)e des fals jegen szein vaterlant und desszelben befreyhung / einen gnedigen hern / und gonner (doran wyr och nicht czweiveln) mildiglich erfinden losszenn. / Szo und als wyr och E(wer) G(nade)n in allem, / das E(wer) G(nade)n gefellick / und uns thuenlich gerne behagenn.
Demnoch szeint wyr och gewogen / die jenigen E(wer) G(nade)n vorwantte und underthane, / who sie irkein getrencke / von hynnen fueren / und derweg(en) bey uns meldunge und bescheit als das sie E(wer) G(nade)n czustendick / von sich geben wurden, / derszelbigen czeysze gancz czu uberszehnde / dienstlichs vorhoffens. / Es werde sich E(wer) G(nad)e unszer gutte andacht / in gnader gefallen losszen, / wie wyr och szunst alle das jenige, / dorinne wyr E(wer) G(nade)n gefellick szein konnen / derszelbiger gerne / und williglich czugelechst(en) unvordrosszen befunden werden wollenn.
Was aber die 2 fassze stoer, / des och E(wer) G(nad)e jegen gemelt(en) unszern beschickten gedocht / betrift / und wyr vor dieszer czeit nicht haben E(wer) G(nade)n gelehsten konnen, / ist die urszach, / das derselbige / in maszen, wie gewonlich / noch nicht angekommen, / vilweiniger wyr denszelbigen noch czu czeit(en) in fassze haben mugen szalczen losszenn. Wollen aber myt den ersten, / so der gefang(en) / und eynkumpt / E(wer) G(nade)n vormuge der beredung nicht vorgesszenn.
Wyr haben ouch ausz E(wer) G(nade)n schreiben vormerckt, / wie derszelben beygebrocht / von eczlich(er) rehden / die E(wer) G(nade)n von eczlich(e)n unszers mittels nochfolgen solte, / des wyr uns nicht erinnern konnen. Nicht wisszen wyr / was ausszerhalb d[...] stain⌈[...][...] stain⌉ / vor dem eynen ader andern / unbedochter weisze / gescheen szein moge ader nicht, / dan wie E(wer) G(nade)n bewust / diesze stadt / fast grosz ist / und nicht cleyne mennige des folcks / vorstendick / unnd unvorstendick / in sich begreift / und derweg(en) vil, / das nicht czuachten. / Och hinter unszern bewust / von den unvorstendig(en) gereth werden magk / und hierum(m)b / sich E(wer) G(nad)e solchs / who es schon (das wyr nicht wisszen) sich also czugetragen nicht wil czu gemuthe fueren, / beszunder dem unwitczigen nochgeben. /
Who wyr szunst E(wer) G(nade)n wilfahrung / und dienste erczeig(en) konnen, wollen wyr noch stecz unvordrosszen befund(en) werdenn. / Mit der hulffe Gotts / der E(wer) G(nad)e lange geszunt und wolmogende enthalten welle. /
Dat(um) Danczick, 29 Martii anno etc. 38.
Ewer G(nade)n dinstwillige burgermeister und radtmanne der stadt Danczick
AAWO, AB, D.95, f. 37v