» CORPUS of Ioannes Dantiscus' Texts & Correspondence
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Letter #3697

Georg HEGEL to Ioannes DANTISCUS
Cracow (Kraków), 1531-04-10
            received Ghent (Gandavum), 1531-05-19

Manuscript sources:
1fair copy in German, autograph, BCz, 1595, p. 237-240

Auxiliary sources:
1register in Polish, 20th-century, B. PAU-PAN, 8246 (TK 8), f. 315

Prints:
1POCIECHA 4 p. 407 (excerpt)

 

Text & apparatus & commentary Plain text Text & commentary Text & apparatus Excerpts concerning Dantiscus' travels

 

Reverendissimo in Christo Patri et Domino, domino Iohanni Dei gratia episcopo Culmensi, apud caesaream maiestatem serenissimi regis Poloniae oratori etc., domino [su]o colendissimo

In curia caesareae maiestatis

Anno 1531 ad. 10 april in Craca.

Gnediger Her.

Mein gantz willig dienst sein e g zu aller zeytt berait.

Gnediger Her.

Vor etlich tagen ward mir Euer Gnaden brieff des datum 28 Februarii zu Prussel in Brabant, darin ich erstlich hertzlich geren vernomen hab e g gnedigen willen gegen mir. Ich wolt auch gernn e g mit grossem fleysz ze dienst sein, so ful sich mein macht erströcket.

Item was e g provision belangt, die ist mir nun vor etlich tagen zalt wordnn, wirdt mir also hinfuro weytter zalt, so lang bisz etwan e g selb herkompt, geb es Gott, das schyr geschech. Das epigramma ist mir worden, hab ich dresner laussen abschreybnn, dormit man e g schrifft nicht kenn. Es ist sust die maynung wie e g darvon schreybt. Ich vernym zwar nicht, das die konigin mer vnwillig auff e g sey, es myessen es ybele leyt ze wegen procht habnn, verzeych es in Goth. Nun es ist pösser, e g hab in gutz gethan vnd sy zalen es ybel dan das e g ir hilf bederffnn solt. Hoff, sol noch alles zegutten komen, förderlich wan e g herkompt.

Item was den herren Nipschitz belangt, dem hab ich sein silbergeschir widergeben, ee das mir e g brieff ward. Er bederfft sein. Ich hab im auch die 100 sz. in gold zalt, die er e g darlich, er bederfft ir ser nötlich, der guth her macht es alweg also das so ful vorhanden ist, wan er abgieng, das yederman zalt wird, sonder nicht ful yberplib, er praucht sein alte ordnung sonder bey ko. mt. bey der konigin vnd allnn herrnn ser wol verhalten. Ich sorg, wirdt nicht lang thauren.

Item was dan die 700 f. belangt, die her Stentzel Kostka e g leyhen soll, hab ich her Nipschitz brieff gen Thornn gesandt vnd dem Jörgnn Myelich darbey geschriben, wie er sich mit halten sol, Gott gebe das es geschech. Was also ausgericht wirdt, lausz ich e g mit erstem wissen.

Item das aber geschriben wordnn ist, das man e g yber ko. mt. provision nicht mer leyhen solt, das hat ko. mt. deshalbnn gethan, wie vor etwan e g in Hyspania etlich 100 ducaten gelihnn send wordnn meins geduncken 400 ducaten, die hatt darnach ko. mt. zalt, sonder das mein herrnn solt verbotten sein e g nichtz furzeströcken, wan es e g noth thett. Das laussen in meine herren nicht gebiethen noch verbiethen. Ich kan nicht anderst vernemen in meiner herren schreyben nicht anderst vernemen, dan das sy e g alweg mit w...len gernn dienen wolten. Was vnser folck am hoff ... belangt, mag bey etlichnn der neyd sein, die andernn, weyl sy nicht weyth aus Polnn komen send, kyndnn sy nicht ermessen die schwere tzerung vnd vnkost ... auf e g gan wirdt, ob goth will alles anderst wer....

Item hab ser gernn vernomen, das Wolff Haller dem D[luski] die 20 ducaten zalt hatt, der alt her Dluski ist sein s... danckpar.

Item das pyntlin brieff an die konigin ist ir geantwurt, hiemit hatt e g wider antwurt, es ist sunst kain brieff darbey gewesen, allain der brieff an her Nipschitz, den hab ich im von stund an geantwurt. Hatt auch als pald darauff dem her Stentzel Kostka geschreyben. Es send sunst ful brieff durch Wien komen. Von e g vernym send all gen hoff geantwurt worden, das auch e g brieff in ko... pintel auffgebrochen vnd mith wachs vorklebet w[orden] send. Ist ye vnrecht, es thye es, wer do wöll, hoch... oder anderes stand, so taugt es nicht. Ich wölt was ... e g gutte freund weren, das sy mir die brieff geb[en] solten, e g wol vnauffgeprochen werdnn.

Item dem Diesner hab ich e g grusz angesagt mit sampt seiner fraintschafft, send e g ser danckpar, das e g noch der armen roth gedanckt, es se[nd] from, erbor leyth, send mir gantz wol befolhen. Her Carol Kutzer ist nicht hie, ist noch zu Wien, so er h[er] kompt, will ich mich wol e g halben wissnn gegen im zehalten, es hatt auch nicht sonders noth.

Item wie man sich nun gar wienig ryst wider den tr...fonlichen feind der Cristenhait, ist ser erberncklich. Nun hab wir hie zeyttung, das er mit grosser ma[cht] herausz zeücht, wirdt man nicht anderst darzu thun, so ist es vmm die Cristenhait gethan. Der almechtig G[ot] stee vns bey, es thut noth.

Item was aber vnser land hie belangt, wirdt e g lang... vernomem habnn, das der Walach Kolomya eingenomen hatt, darauff dan ko. mt. ain pottschafft zu dem Turck[en] gesandt hatt. Ist ain junger man, haist Otzeski, hat bey dem Crackischen herren gedient. Der sol den Türcken anlangen, da[s] den Walachen dohin halt, das er das lendlin i[m] geb. Wo aber das nicht sein kynd, das der Turck dem Walachen kain hilff thie. Got waist, was do ausgerich[t] wirdt. Der Walach liesz sich hören, wolt das land wid[er] geben, ist lauter bieberey, er wolt es setznn auff den konig Janusch, man vorsicht sich ains kriegs, doch man thut noch ser gmach darzu der almechtig Got verleich glick auff vnser seyten. Wir derffen sein ser wol hie mit auch ain brieff hat mir her Nipschitz gebnn, ist im in Preyssen wordnn. Sunst nichtz sonders, dan ich hab mich in e g gunst befolhnn vnd gott mit vns allnn, amen.

Datum ut supra.

E g gut williger Jörg Hegel