» CORPUS of Ioannes Dantiscus' Texts & Correspondence
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Letter #5501

Gdańsk City Council to [Georg von BAYSEN (BAŻYŃSKI)], [Ioannes DANTISCUS], [Mauritius FERBER] & [Jerzy KONOPACKI (von KONOPAT) sr]
Gdańsk (Danzig), 1536-06-25


Manuscript sources:
1fair copy in German, in secretary's hand, AAWO, AB, D. 93, f. 48-49
2office copy in German, APG, 300, 27, 14, f. 174v-175v

Auxiliary sources:
1register in German, 20th-century, B. PAU-PAN, 8248 (TK 10), f. 250-251

Prints:
1SIMSON No. 910, p. 67 (German register)
2AT 18 No. 237, p. 269-270 (Polish register)

 

Text & apparatus & commentary Plain text Text & commentary Text & apparatus

 

Hochwirdigste in Goth Genedige Hern.

Unser bereitwillige und unvordrossene dinste seint Ewern Genaden nye und allewege zcuvorn entpholen. /

Genedige Hern. /

Wir konnen aus furderunge gemeynen obligens Ewer Genaden dinstlicher wolmehnunge nicht vorhalten, / das am negsten donnerstage vor dato dises erwelter koniglicher wirden zcu Dennemarck secretarius / hier angekommen, / der zcu Helsthenoer jungst vorgangenen sonnobents vor diser seiner ankunft gewesen. Durch welchen uns in stat und von wegen koniglicher wirden obgemelt / der mehnunge noch zceitunge eigentliche kunthschaft / und bostheit / gebrocht / und zcu erkennen gegeben, wie das in Sehlant etzliche schiffe mit aller kriges rustunge und notturfft angefertiget / zcu welchen / dreÿ tawsent knechte / aufgenomen sein sollen. / Wie woll uns disse zceitunge och aws andern glowbwirdigen ortern beykompt, / zo zceiget doch der kofman an / das derselbigen knechten sechs tawsent sein sollen von schiffen wirt och von groser anczal geredt als in die sechzcigk cleyn / und gross, / die sie durch anhaltunge der Engelischen, / Spanier, Brutunier, Hamborger / und anderer stette schiffe / sollen zcu samne gebrocht haben / den Hollant sich diser veide entslagen. Ab sie aber in stat der schiff / gelt geben mussen / ist uns vorborgen der phaltzgraf ist och in Niderlandt / sampt seines furstynne in eigener person, / disen auschlag zcu furdern.

Dennoch uber sulchs alles haben wir nicht eigentliche bescheit, / das sulche mergliche anczal der schiffe tetig in Sehlant sollen ausgericht werdenn. Whorauf die unsern / bey den iren / so aldar ligen / bestalt dasselbtige, / so sie es vornehmen wurden ein eigentliche kuntschaft her zcu schreiben und dweil sulche schiff und knechte / von dem hawse zcu Burgundien / dem phaltczgraven Fridrich zu gutte Coppenhagen domit zcu entsetczen / und erwelte konigliche wirde / dovon abczuschlaen vorordent und angenommen sein sollen. / Hot ire konigliche wirde genediglich, / freuntlich / und nockberlich an uns gesonnen. / Diselbige / mit rath, / hulffe, beistande und furderunge / nicht zu vorlossen und yo furderlich uns mit unsern schiffen und guttern / zur zceit / des Eresszunden / zu enthalten. / Dan ire konigliche wirde / des eigentliche erfarnheit und kuntschaft erhalten, / das gemelte erlags... schiffe aus mangelunge und gebrech / der Vitallir und sunst notturft (welche sie / durch die unsern, / wo der frey pass in Nidderlandt vorgunt bekomen mochten) nicht ausfertigen werden konnen und noch deme vilmols in gemeynen dises landes ratschlegen / befunden und angemerckt, / das unser gelegenheit noch / an dem orte des reichs zcu Dennemarcken itczige erwelte konigliche wirde / dan der phaltczgraff besser und zcutreglicher. / So konnen wir doch durch einige gemeyne hulffe / unser stadt gelegenheit, noch / dorinne vile und machfeltige nation begriffen konigliche wirden genedigen ansynnen noch / auf dismol nicht wilfaeren, / noch uns dortzu beqwemen. / Domit sulchs nicht in weitere kuntschaft und erfarnheit gelangen solte / und wo wir uns / durch ichsten vormercken lissen kunte dise stadt / der besten wolfart entsatczt werden. / Dan in den ortern keyserliche maiestet unser stat / groste zcal und beste schiffe / geschutcz / volck, burgere, / burger kindere gesellen guttere und volfart / vorhanden. / Es seint och darselbigst aller anderer sehe stette schiffe (wie bericht), ausgenommen der unser / arrestirt und angehaltenn, / das aber die unsern vorschonet / thut sie der drey jerige bestandt, / den wir durch unser besantten jungst zcu Hamborgk allter scheden halben / umb bender seits fridliche und sichere communication / zcu gebrauchen aufgericht / (unsers erachtens) abehalten was aber die enthaltunge / des Eresszunts belanget ist van uns koniglicher wirden / zcu dinstlichem gefallen nochgegeben und dweil, Genedige Hern, disze und sulche practik und anschlege / nicht alleine zcu nochteil / schaden / und bedruck / disen landen, / besunder och der loblichen Cronen zcu Polen / und derselbigen underworffenen herschaften landt / und lewten / gelangen / und vorgenomen werden mogen. /

Ist an Ewer Genaden unser dinstlich bitten / wollen / sulchs aller nicht unde umbstant noch bey sich noch notturft bedencken / und koniglicher maiestet unserm allergnedigsten hern / antzeigen / und dermosen erwegen. / Domit der veindt / van weits / abegehalten, / geswecht / und geschlagen werden mochte, / welchs itczt / mit eynem / bas fuglicher und boqwemer / als hernochmols / mit zcehen / und vil mehr / schwerlichen und ubel mochte ausgericht und erhalten werden. / Dys haben wir unsern phlichten noch mit den / wir koniglicher maiestet unser allergnedigsten herr und disen landen Prewsen / vorwant / Ewern Genaden als den presidenten und hewptern dises landes antzutzeigen / keiner wege / achterlossen mogen. / Abermols diselbigen Ewer Genaden fleisig bittende / wollen dis thunt / der wicht noch / erwegen, / das nutczlichste / bedencken und unser wachafftickeit nicht anders / als in genaden vormercken dan unsers vaterlandes faer / wolten wir (kennes Goth) gerne abczuwenden sein geflissen. /

Mit hulffe von Gote / deme wir Ewer Genaden zu langen tagen / in gelugseliger wolfart und sunst gewunschter gesanheit und fridlichem regiment / mit fleis bevelen. /

Geben Dantczigk, am XXV-sten tage des monats Iunii anno etc. XXXVI.

Ewer hochwirdigsten Genaden dinstwillige burgermeister und radtman der stadt Dantczigk